Der Leithammel vorne draus und der Rest der Herde hinterher! So ist es in der Natur der Tiere und auch bei den Menschen.

Ein schöner (oder auch gefährlicher) Fall habe ich erlebt. Im öffentlichen Verkehr treibe ich mich öfters auf den Bahnhöfen der Züge und Busse herum (falls nicht gerade gestreikt wird).

Ich stehe am Bahnsteig und um mich herum ein Menge anderer Menschen. Plötzlich steigt eine Frau (aussehen unwichtig) vom Bahnsteig auf die Gleise. Eigentlich sollte der Zug bald kommen – Verwirrung. Eine mehr oder weniger, macht doch nichts, dachte ich mir, aber so nah bei mir. Ein junger Mann ergriff die Initiative und spricht die Frau an, was Sie denn da tue. Die ungewöhnliche Antwort:“Ich habe heute Mittag einen Schlüssel verloren. Den suche ich jetzt.“

Es kommen immer mehr Menschen an die Bahnsteigkante und schauen suchend über die Gleisanlage. Diese Menschen wissen gar nicht um was es geht – aber alle starren auf die Gleise und zun so, als ob sie auch etwas suchen. Toll, Klasse – der Zug kommt bald. Die Suche geht weiter.

Nach wenigen Minuten war von der „Damen“ nichts mehr zu sehen – sie hatte sich verdrückt und die Menschen stehen immer noch am Gleis und starren und suchen. Mehr Menschen kommen (alle Schichnte, alle Klassen, allen Alters) und stehen an die Kante und helfen – ja was – sie wissen es ja nicht.

Willkommen im Reich der Tiere – so ist aber das Leben

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