Früher ging man „kegeln“ – heute erscheint man beim „bowling“. Was ist der Unterschied?

  1. die Bahn ist ähnlich
  2. die Kugeln größer
  3. die Kegel anders
  4. der Spaßfaktor durch die unterstützende Elektronik besser (man muss nicht mehr selber zählen)

Für die Unwissenden und die Nicht-So-Oft-Spieler werden sogar die Namen an der Kasse eingegeben, das macht Sinn. Und das Publikum ist zu meiner Überraschung von ganz klein und jung über Jugend und Pupertät bis zu den richtigen Erwachsenen, und für eine Freitag Abend sehr voll und fast alle Bahnen belegt.

Der Tempel des Lasters ist nicht nur eine Bowlingbahn, sondern auch eine Spielhölle mit allen modernen und altmodischen Geräten, die einem das Geld aus den Taschen ziehen:

  • Billard
  • Dart
  • Tischkicker
  • Air Hockey
  • Arcade Spielautomaten

Das Wichtigeste ist die Speisekarte: sehr viel Fingerfood und Kindgerecht. Aber das Beste war die Familie auf der Bahn neben uns. Sie bestelle sich die kleine Auswahlplatte und ließ dann über die Hälfte zurückgehen. Das mußte verhindert werden und so schaltete ich mich ein und kehrte meine schwäbische Vorfahren nach außen: „das kann man doch nicht machen – so viel zurück gehen lassen, das kann man doch noch essen.“

Die Antwort war klar und vorhersagbar: „dann iss doch mit und greif zu!“ Gesagt – getan. Obwohl ich schon gevespert (Anmerkung der Redaktion: Vesper –  von althochdeutsch vespera, mittelhochdeutsch vesper, aus lateinisch vespera = Abend[zeit] bezeichnet: u.a. ein Abendessen; Quelle: wikipedia) hatte, unterstütze ich den Familienvater bei der Bekämpfung und griff nach jeden zweiten Wurf zu. Aber es war nicht zu schaffen. Hier danken wir der Familie für die essenstechnische Unterstützung und die weiteren netten Gespräche. Allerdings waren die Kugel sehr rutschig und die Kleidung roch noch sehr lange nach.

Alles in allem war der Abend sehr nett, unterhaltsam und wahnsinnig komisch. Und ich habe wieder einmal eine Person getroffen, die ich sehr lange Zeit nicht mehr gesehen und an die ich auch nicht gedacht hatte.

Man triff sich im Leben immer zwei Mal und das ist gut so.

Alle Neune und schlachtet die Sau

Frank

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