Vier Maler entwerfen fünf Straßenbilder mit 3D-Effekten

Ein Spiel mit Perspektiven, Proportionen, Vorder- und Hintergründen, schlechterdings eine „perfekte Illusion“ versprechen die Stadtmarketing-Gesellschaft und RT-Aktiv mit ihrem jüngsten Projekt. Vier Künstler zaubern fünf 3D-Bilder auf Straßen und Plätze.

Zwei Wochen lang sind die beiden Straßenmaler-Teams mit Lisa Schöler und ihrem Partner sowie dem Duo Gregor Wosik und Marion Ruthardt damit beschäftigt, die bis zu drei mal sechs Meter großen 3D-Bilder zu entwerfen. Damit sie dann auch Bestand haben und nicht gleich beim ersten Regen weggewischt werden, verwenden die Maler Acrylfarben auf Alublechen.

Ausgedacht haben sich diese rund 20 000 Euro teuren 3D-Erlebnisse die Stadtmarketing und Tourismus GmbH (StaRT) zusammen mit der Einzelhändlerinteressengemeinschaft RT-Aktiv – ein Projekt, das unter dem Motto „Erlebnis der Sinne“ läuft und dem in den kommenden Jahren weitere Events folgen sollen. „Eine in Deutschland einmalige Aktion, etwas ganz Außergewöhnliches“, freute sich gestern StaRT-Geschäftsführerin Tanja Ulmer bei einem Pressegespräch. Und Edgar Lehmann von RT-Aktiv sieht in der Aktion einen „Beitrag in Sachen familien- und kinderfreundliche Innenstadt“. Das Thema, so Lehmann, „dürfte auch für Schulen interessant sein“, denn die vier Künstler lassen sich während ihrer Arbeit auch über die Schulter schauen.

Auftakt ist am Freitag, 12. September, wo auf dem Marktplatz vor dem Spitalhof eine grüne Straßenbahn aus den 70er Jahren Fahrt aufnimmt. Am Dienstag, 16. September, entwerfen die Straßenmaler vor der Marienkirche ein rotes Ledersofa. Vor dem Tübinger Tor kreieren sie von Donnerstag, 19. September, an ein Wasserbecken mit Delfinen. Es folgt am Montag, 22. September, eine täuschend echte archäologische Ausgrabungsstätte vor der Nikolaikirche. Das letzte 3D-Projekt entsteht am Donnerstag, 25. September, im Media Markt. Freilich bedarf es einer bestimmten Betrachtungsweise, um den 3D-Effekt zu erleben. „Nur wer genau hinsieht und den richtigen Blickwinkel einnimmt“, sagte Ulmer, „erfährt die Dreidimensionalität des Straßenbildes.“ Zu sehen sind die Kunstwerke bis Sonntag, 12. Oktober.

(Quelle: Schwäbisches Tagblatt vom 10.9.2008)

(Quelle: Internet)

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