Was ich will. Besser: was will ich?

Bei uns Schwaben fragt man immer anders herum. Was willst du nicht?
Beispiel: 1. du wolltest doch keinen Kuchen mehr? 2. Willst du heute Abend nicht mehr weggehen?

Jetzt kommt die Antwort, immer „JA“, egal was man will.
Ich überlege meine Antwort und entgegne dann je nach Frage.
Meine Antwort zu 1.: nein, weil ich ja noch einen Kuchen haben möchte. Würde gefragt werden: „willst du noch einen Kuchen?“ entgegne ich auch JA.
Zu 2.: das kommt auf meine Laune und den Ort der Begegnung an. Entweder JA und ich bleibe zu Hause, oder NEIN und ich bin dabei und gehe aus.

Die Erklärung ist Mathematik: doppelte Negation – 2 Mal Nein = Ja

Schwierig, immer wieder schwierig. Was wollen die Menschen? Immer ein JA hören, immer Bestätigung? Ich weiß es nicht. Es ist Sonntag und ich sitze im Bett und schreibe den Text. Eigentlich wollte ich die paar Sonnenstrahlen genießen und mit den Rad nach draußen in die Natur. Wird wohl nichts! Zumindest jetzt nicht, dabei bin ich sehr spontan.

Ich wünsche Euch, das was Ihr euch auch wünscht. Aber Ihr müßt es selber tun und wollen.

Frank

P.S. Ich würde es nicht tun, wenn du es nicht bist

Advertisements