Liebe Leser (weiblich und männlich)

Heute ein Beispiel aus dem wahren Leben zum Thema Inklusion. Ich kannte diesen Begriff lange nicht, bis ich den gleichnamigen Film gesehen habe (Inklusion – der Film).

Die Inklusion bedeutet, die Gemeinschaft einer Gesellschaft ohne Barrieren und Hindernisse – alle sind gleich, alle bekommen die gleichen oder die selben Chancen und es werden keine Unterschiede gemacht.

Was war passiert, was war geschehen?

Ich war am Wochenende mit einer Bekannten unterwegs (nennen wir sie Sabrina) und bummelten so durch die Stadt. Sabrina wollte noch einen Kaffee trinken oder eine Kleinigkeit essen. Es war auch schon/ erst 12:30 Uhr. Also Döner, Würstchen, Hamburger oder sonstiges Fastfood war nicht passend. Da es etwas kühl wurde, beschlossen wir einen Kaffee trinken und einen Kuchen essen. Sie zeigte mir ein kleines feines Cafe, das von außen ganz normal schien. Innen allerdings war ich überrascht. Fast alles Personal war „gesundheitlich eingeschränkt“ – früher hätte man gesagt, einfach behindert, Down Syndrom, körperlich und/ oder geistig eingeschränkt.

Das Lokal war ziemlich gut besucht und einige Mütter mit Ihren Kindern, die auf dem Boden spielten. Die Karte versprach lauter leckere Köstlichkeiten, Kaffee und wechselnde Kuchen. Die Kundin am Nachbartisch meinte zwar, dass der Kuchen aus sein, aber die Waffeln seien sehr zu  empfehlen. Okay, also ich aufgestanden und nach dem Kuchen geschaut – alles leer. Bleibt nur noch die Waffel.

Der Kellner kam an den Tisch und fragt es nach unsere Bestellung: „was möchten Sie (er stotterte leicht)?“ „2 Kaffee und 2 Mal Waffeln, nur mit Puderzucker“, entgegente ich lässig. Er ging wieder zur Theke und gab unsere Bestellung weiter. In der Zwischenzeit hatten wir Zeit ein wenig zu schmusen und mit uns zu beschäftigen. Wir fielen schon etwas auf, weil so wild küssende Menschen sieht man nicht immer und dann so in aller Öffentlichkeit – so toll.

Der erste Kellner kam mit einem Kaffee zu unserem Tisch, für den zweiten Kaffee muss er noch einmal gehen, weil er eine halbseitige Lähmung hat. Ein anderer Kellner (er hat das Down Syndrom) kam mit den Waffeln, das Besteck brachte er beim zweiten Besuch: „für die junge Dame zuerst“ und dabei lächelte er Sabrina an, ich bedankte mich und wir kosteten die Waffeln. Lecker, echt lecker.

Wir aßen die lockeren fluffige Waffeln und tranken unseren Kaffee und beobachteten die anderen Gäste. Sehr interessant, sehr unterhaltsam. Es schwang eine Lässigkeit, eine Fröhlichkeit, eine positive Energie, das hat mich beeindruckt. Alle Mitarbeiter waren fröhlich und lächelten die meiste Zeit. Wir waren fertig und gingen zum Bezahlen an die Kasse. Auch die Bezahlung/ Kasse wurde durch die Mitarbeiter bewältigt, und das zurecht mit Stolz.

Wir gingen wieder hinaus auf die Straße und hatten eine schöne Zeit ….

Frank und Sabrina
Und eine schööööööööööööne Zeit
(Weitere Details können wegen des Jugendschutzgesetzes JuSchG nicht veröffentlicht werden – Anmerkung der Redaktion)

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