Hallo Fans, hallo Berlin

Der zweite Tag ist angebrochen und alle sind noch etwas müde. Gestern Abend hätte ich im Internet noch eine Seyway Tour gefunden, die allerdings immer mit 2 Personen bestellt werden muß. Mach das mal alleine, echt blöd. Somit habt ihr keinen Kunden und ich keine Fahrt in Berlin.

Frühstück war wie im 4 Sterne Hotel mit allem, was das Herz begehrte, dafür ließ sich die Sonne noch nicht sehen.

Nebel in Berlin
Nebel in Berlin
Nach dem späten Frühstück in Richtung Stadt. Ich habe mir erklären lassen, dass Spandau älter ist als Berlin. Okay, Super, wieder was gelernt. Dafür habe ich gesehen und miterlebt, dass die Berliner nicht richtig Auto fahren können – ein seeeeehr großer Teil, natürlich auch viele Taxifahrer.
Nach diesen Erlebnissen heißen solche Autofahrer jetzt Pfannkuchen (Anmerkung der Redaktion: der Berliner Krapfen aus dem Schwäbischen heißt in Berlin „Pfannkuchen“ und nicht “ Berliner“). Somit heißt der gemeine Berliner Nicht-Richtig-Autofahrer „Pfannkuchen“, ich finde, ein nettes Schimpfwort.
Wir fahren mit der BVG (den Öffies – siehe Beitrag 416) in die Hauptstadt nach Berlin rein. Hier der Blick aus dem zweistöckigen Bus:
Straßen in Berlin
Straßen in Berlin
Aber nicht zu weit, sondern mit der Ringbahn außen rum. Die Linien S41 und S42 fahren immer um die Hauptstadt herum, wir vom Westkreuz, Gesundbrunnen, Ostkreuz, Südkreuz und zurück zum Westkreuz. Dauer ca. 1 Stunde. Unterwegs hatten wir in unserem Sitzabteil eine gepflegte ältere Dame, die irgendwie auch nicht ausstieg. Wir kamen ins Gespräch und die 82 jährige Dame erzählte uns von einer Wette mit ihren Bekannten, dass sie es nicht schaffen würde mit der Ringbahn außen herum zu fahren. Sie erzählte uns, dass sie es seit der Öffnung der Mauer bisher auch noch nie geschafft hätte, heute wäre ihr die Decke auf den Kopf gefallen – also los und raus. Tolle Frau!
So langsam meldete sich mein Körper: Durst, Durst nach Bier! Also raus aus der Bahn, rein in die Kneipe.
1. Station: „ständige Vertretung“ – rein geschaut und wieder raus
2. Station: „Berliner Republik“ – der Nachbar mit 14 verschiedenen Biersorten. Bestellt getrunken, gezahlt. Die Blase wollte auch gleich entleert werden. Auf der Toilette fand ich diesen netten Spruch:
Toilettenspruch
Toilettenspruch
Weiter zum nächsten Punkt: Ein kleiner Spaziergang an der Spree entlang, die Luft war kühl und wir gingen etwas flotter.
Spaziergang an der Spree
Spaziergang an der Spree
Blick auf den Fernsehturm
Blick auf den Fernsehturm
Nach der „anstrengenden“ S-Bahn Fahrt und dem Spaziergang hatten wir Hunger und beschloßen zum Ampelmann zu gehen. Dort sieht man draußen die verschiedenen Ampelmänchen der ganzen Welt und aus allen Erdteilen. Alle in Rot/ Grün. Rein ins Lokal – gut und günstig (als Schwabe kein Problem) mit dem Gutscheinheft.
Gutscheinheft Berlin
Gutscheinheft Berlin
Gutschein Ampelmann
Gutschein Ampelmann

 

Nach dem Essen wieder raus in die „Natur“, rein in die Stadt. Wir laufen zu den Hackeschen Höfen, der Streetart. Es gibt in diesen Höfen einen Hof, der nicht saniert ist und die ganzen Wände voller Kunst ist. Grandios anzusehen und viele Gallerien, Kneipen, Cafés, Bars, Kinos und Ausstellungen. Alleine traut man sich dort gar nicht hinein. Wir hinein und geschaut, gestaunt und fotografiert:

Streetart 1
Streetart 1
Streetart 2
Streetart 2

So langsam würde es spät und wir mußten zurück. Wieder viel erlebt und gesehen.

Danke Berlin! Danke lieber Busfahrer!!!

Bus bei Nacht
Bus bei Nacht

Koffer gepackt und zum Flughafen, am Sonntag ist natürlich die Hölle los auf Berlins Flughafen Tegel. Das Einchecken, die Sicherheitskontrolle lief dieses Mal ohne Komplikationen und der Flug war auch ruhig und entspannt – 45 Minuten schlafen und ausruhen. Das habe ich mir verdient.

Außer natürlich der Fluggast vor mir: lauter dumme Sprüche, immer reden, die Flugbegleiterin bequatscht und dann die Retourkutsche an der Kontrolle. „Machen Sie mal den Koffer auf, da ist um viel Flüssigkeit drin!“ meinte der Kontrollbeamte ganz locker. Da hatte der Held doch tatsächlich ein Glas Marmelade im Handgepäck mit dabei.

Abflug in Tegel
Abflug in Tegel

Jetzt bin ich wieder glücklich in Stuttgart gelandet, bin bald zu Hause und falle in mein Bett. Das letzte Geld ausgeben, 4 Minuten Fahrt und dann …

S-Bahn Stuttgart
S-Bahn Stuttgart

Endlich, mein Bett hat mich wieder.

Gute Nacht

Frank

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