Liebe Leserinnen, liebe Leser

Mein Nachbar hat mich nach der Computer-Aktion (schaut bei 433 nach) zur Pizza eingeladen .

„Wann bist du zu Hause? Dann bestelle ich Pizza für dich und deine Freundin. Um wie viel Uhr?“

Ich entgegnete ganz spontan, dass ich am Samstag Zeit hätte und 18:00 Uhr perfekt passen würde.

16:30 Uhr: Es ist jetzt halb fünf und noch kein Nachbar in Sicht, das Auto ist weg, der Parkplatz leer. Welche Pizza bestellt er? Kommt sie rechtzeitig?

Immer wieder diese Fragen!

Also warten wir es ab. Es ist ja noch Zeit.

16:35 Uhr: ich bekomme Hunger, wann ist er endlich da?
16:40 Uhr: immer noch nichts
16:45 Uhr: die Zeit verrinnt. Vorhang auf, schauen, niemand in Sicht.
17:00 Uhr: die Sonne geht langsam unter. Und ich suche schon mal die Nummer von einem anderen Pizza Lieferdienst.
17:15 Uhr: ich stehe schon auf dem Balkon und schaue um die Ecke, ob ich den Nachbarn in der Ferne entdecke.
17:20 Uhr: endlich, er kommt. Er ist da, ENDLICH!
Hunger
17:30 Uhr: komisch – nichts passiert. Ich schaue und der Parkplatz ist wieder leer. Blöd. Was soll ich tun? Plan B???
17:45 Uhr: ich schaue beim Pizza Lieferanten meines Vertrauens und fülle den Warenkorb – Pizza, Pasta, Dessert
18:00 Uhr: soll ich nun bestellen? Nein, Geduld ist angesagt. Echt, das kann ich nicht. Pünktlichkeit ist eine Tugend.
18:15 Uhr: ein Scheinwerferlicht erleuchtet die Straße, ein anderes Auto. Schade. Hätte ich nur die Bestellung abgeschickt – Hunger ist ein schlimmes Gefühl.
18:26 Uhr: ich stehe wieder auf dem Balkon und sehe den Nachbarbar herfahren. Eine große Schachtel, eine kleine Schachtel und es sieht auch wie eine Verpackung für ein Beilagensalat.
18:27 Uhr: es klingelt und die Stimme an der Sprechanlage flüstert: “ die Pizza ist da!“ So ein Klang, wenn man richtigen Hunger hat – erhebendes Gefühl.
18:29 Uhr: die Pizza ist da und ich öffne die Schachtel. Der Duft des geschmolzenen Käse strömt durch die Küche. Schon geschnitten – praktisch
18:30 Uhr: Ruhe kehrt ein, ein leises Geschmatze raunt durch die Wohnung. Endlich!
18:40 Uhr fertig, satt, am Ende. Glücklich.

So kann man am Samstag seine Zeit verbringen. Mit Geduld und Gelassenheit.
Danach müde, vollgefressen, glücklich ins Bett liegen und dann aufstehen. Mit dem Gefühl, es ist doch so schön.

Frank.
P.S.: die 30 Tage waren vorbei und alle lief bisher gut. Ich warte immer noch, bis sein Guthaben für den UMTS Stick gefordert wird.

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