Liebe Leser

Obwohl ich viel über das Fahrrad schreibe, denn ich besitze kein eigenes Auto mehr, habe ich das große Los eines Firmenfahrzeugs. Dieses Auto benutze ich geschäftlich und privat, es steht als Geldwerter Vorteil auf meiner Lohnabrechnung und wird nach der „1 % Regelung“ (Erklärung) berechnet.

Ich darf es neben den beruflichen Tour, für die Fahrt in die Firma auch im normalen Rahmen privat nutzen, wenn ich will, sogar in den Urlaub fahren. Dann muß ich den Sprit selbst bezahlen. Sonst in dieser inklusive, bei den heutigen Spritpreisen öfters ein Segen.

Also nun zur Geschichte: ich fahre abends zum Einkaufen und bin guter Dinge, als ich in der Anzeige plötzlich ein rotes Signal leuchten sehe – ooooohhhhhhhhh. Was tun? Kurz an der nächsten Gelegenheit ran gefahren und gehalten, ausgestiegen, gehorcht und geschaut. Einige Fehler kann man hören – ein Quietschen, ein Ächzen, ein Rattern, …

Es leuchtete ein Bremssymbol. Ich trat die Bremse, gut. Ich zog die Handbremse, gut. Also weiter zum Einkaufscenter meines Vertrauens und auf dem Parkplatz die Bedienungsanleitung geschaut. Inhaltsverzeichnis – Fehler – Anzeige, hier, da, Bremssysmbol:

Bitte prüfen Sie die Funktion der Handbremse. Sollte kein Fehler erkennbar sein, rufen Sie den Service oder begeben Sie sich in die nächste Werkstatt.

Toll, dachte ich. Es ist Wochenende und spät abends und wo soll ich nun anrufen? Ich erinnerte mich an den kleinen Aufkleber auf der hinteren Seitenscheibe „Mobilitätsgarantie“. Ja, super, eine kostenlose Telefonnummer 0800/3xxxxxxxx (wir wollen es nicht übertreiben mit den Anrufen). Schnell gewählt und schon klang am anderen Ende ein freundlsiche Stimme:

„Guten Abend, mein Name ist Frau (nennen wir Sie) Kaschinsky. Was kann ich für Sie tun?““Mein Name ich Frank Riedel und ich habe hier eine Warnleuchte in meiner Anzeige. Im Handbuch steht, dass man dies und das prüfen soll. Habe ich gemacht, wenn man sonst nichts erkennt, soll man den Service rufen. Das habe ich gemacht“

Frau Kaschinsky fragte mich die relevanten Daten des Fahrzeugs ab und fragte, ob der Wagen noch vorbeikommen soll, und es vermutlich eine gute Stunde dauern würde. Ich entgegnete, dass es schon nach 20 Uhr sei und es schon zu spät wäre, aber den Fahrer des mobilen Hilfe doch gerne morgen früh um 8 Uhr kommen könnte. Später überlegte ich, warum eigentlich so früh? Wieder nicht ausschlafen, blöd.

Da mein Fahrzeug noch ohne den Anzeichen einer Panne oder wichtigen Fehlers hatte, fuhr ich langsam nach Hause. Ungefähr eine Dreiviertel Stunde später klingelte mein Mobiltelefon, denn ich hatte bei Frau Kaschinsky meine Mobilnummer hinterlassen:

„Guten Abend Herr Riedel, hier spricht Herr Müller vom ADAC. Sie hatten eine Panne gemeldet und es wäre möglich noch vorbei zu kommen. Aber da es schon spät war, wollten Sie den Besuch morgen früh. Okay dann bis morgen früh.“

Das wunderte mich, aber irgend jemand mit Ahnung von Autos sollte ja mit der Mobilitätsgarantie schließlich kommen. Jetzt sind wir mal gespannt wie es weiter geht.

Ich warte hier …

Frank

P.S. Fortsetzung folgt … mit dem Teil 2 ….

 

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