Liebe Leser

Heute ein wichtiges Thema in der heutigen Zeit.

Prävention – Üben vor dem Ernstfall

Dieses Mal bin ich Zeuge der Feuerwehrübung im Seniorenheim. Der Brief mit den Hinweisen wurde an die Angehörigen verschickt, dass diese Übung am Samstag statt findet. Die Bewohner aus allen Bereichen werden entsprechend vorbereitet – soweit es geht. Es ist nicht einfach, die Menschen in Ihren eingefahrenen Alltagstrott in solche Situationen zu erleben. Was wird passieren, was wird geschehen?

Die Statisten werden im Haus verteilt und waren mit entsprechender Schminke hergerichtet. Die Verletzungen sind nur aufgemalt, aber für die Bewohner sieht es bedrohlich aus. Sie werden beruhigt und es wird immer wieder erklärt, dass es eine Übung ist.

Alle rüstigen oder mobilen Bewohner werden in der Cafeteria verköstigt. Und dann kam der Stille Alarm. Hier ist der Logenplatz, wo man alles gut sehen kann. Der ganze Ort ist versammelt und will sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen.

Die Feuerwehr und die weiteren Rettungskräfte rücken an und besprechen die Lage vor Ort. Einsatzleiter, Gruppenführer, Seelsorger, Malteser, Feuerwehr – alle arbeiten Hand in Hand. Der erste Wagen mit der Mannschaft rückt und legt vorsorglich die Wasserschläuche aus. Der zweite Wagen mit der großen Drehleiter baut sich mitten im Hof auf, um die Verletzten aus den oberen Stockwerken zu retten. Zum Glück nur eine Übung, aber es ist die Realität

Die Rettung mit der Drehleiter bei Patienten im Rollator oder Rollstuhl scheint aufwendig zu sein und erfordert Spezialausrüstung. Die Feuerwehr scheint genau für diesen Fall zu üben und die Geräte zu testen. Das machen Sie echt gut.

Rettung und die Nachsorge. Die „Verletzten“ werden im benachbarten Kindergarten versorgt und gepflegt. Ein reges Treiben. Es wird alles geübt, von der Rettung bis zur Versorgung, bis zum kompletten Abtransport

Bei der Übung zeigt sich auch das nicht immer alle glatt geht. Die Bahre von der Leiter klemmt und es dauerte unendlich lange – gefühlt für den Verletzten zu lange. Aber daraus werden Sie lernen, hoffentlich!

Die Übung ging vollens zügig von statten, alle Rettungskräfte gaben Ihr bestes. Die Presse macht auch eine paar Bilder von dem Schauspiel, um in der Zeitung zu berichten. Ich fand es toll, wie sich die Bewohner anständig und ruhig verhielten. Wobei es auch schwierige Fälle gibt, die Ihre Wehwechen haben. Hier sind alle Bewohner in einem Raum versammelt und jeder will natürlich sein Freiraum, immer wieder muß jemand auf die Toilette oder einfach an die frische Luft. Mit so vielen Menschen wird die Luft dünn und stickig.

Die Bewohner des Seniorenheims sind ja Menschen und so werden Sie hier auch behandelt. Keiner wurde gezwungen hier bei den anderen zu bleiben, was eine schwierige rechtliche Situation ist. Das Thema lautet Freiheitsberaubung. Da der Platz hier in der allerersten Reihe war, schauten alle gebannt auf das Theaterspiel, die sich vor den Fenstern zu trug. Eine echte Aufregung im tristen Alltag des Heims. Laute Geräusche, viele Menschen, ein reges Treiben hier vor Ort ist eine willkommene Abwechslung.

So, nun ist das Theaterstück vorbei. Insgesamt dauerte es nur eine Stunde, aber es wurden 11 Verletzte geborgen und versorgt. Die Ausrüstung und die Möglichkeiten ausprobiert und alle waren froh und glücklich, dass es nur eine Übung war.

Wir bedanken uns bei der Heimleitung und sämtlichen Rettungskräften. Tolle Arbeit und ….

Frank

P.S. auch für die Bewirtung, Kaffee und Kuchen für die Senioren. Alle waren echt tapfer.

hier geht’s zum ganzen Video – Feuerwehrübung

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