Liebe Leser

Dieses Mal waren wir mit Begleitschutz unterwegs. Nach dem letzten Vorfall, bei dem fast ein Autofahrer in unsere Gruppe gedrängt ist, hat Herr Keppler (Leiter des Ordnungsamtes) uns ein Begleitfahrzeug geschickt.

Die Route führte dieses Mal durch die Fußgängerzone in der Wilhemstrasse (nur für Fußgänger). Wir könnten durch Schieben queren, aber das Polizeiauto paßte durch Baustelle nicht durch. Alles zur selben Zeit: Kanalarbeiten und halbseitige Sperrung auf der einen Seite und Spontanbaustelle mit kompletter Straßensperrung auf der anderen Seite – das war dem Polizisten fast zu viel. Er wollte uns umleiten, weil er der Meinung war, das geht so nicht.

In unseren Reihen sind bewährte Kommunalpolitiker und Sie haben es diskutiert, argumentiert und schließlich überzeugt. So fuhren wir mit etwas Verzögerung unter den Augen der Polizei (ein Auto fuhr hinterher) von der Stadthalle los. Die Autofahrer schauten wieder dumm aus der Wäsche als ein Verband mit 47 Radfahrern die rote Ampel überquerte, waren aber irritiert, als ein Polizeiwagen folgte. So ein eingeschaltetes Blaulicht an gefährlichen Kreuzungen half uns sicher rüber zu kommen.

Nach der Querung der Fußgängerzone wartete der Wagen schön brav auf uns und scherte hinter uns wieder ein. Die Fahrt führte uns nach Pfullingen und dort gab es wieder brenzliche Situationen, aber die Autofahrer sahen plötzlich hinter uns die Blauen Lichter auf dem Dach des Polizeiautos und schon waren sie friedlich. Ohne Begleitung wäre es vermutlich wieder zu brenzlichen Manövern gekommen.

Wir danken der Besatzung des Polizeifahrzeugs und Herrn Keppler, für diese Aktion. Es muß nicht jedes Mal sein, aber ab und zu würde schon helfen.

Nun die große Frage: wann bekommt die Stadt oder Polizei Reutlingen einen Beamten auf dem Dienstrad mit Uniform? Fahrradpolizei – das wäre es doch noch.

Das war noch ein schön Ausklang des Tages und wir waren alle Zufrieden.

Viele Grüße und allzeit Luft in den Reifen

Frank

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