Liebe Leser

Jetzt wird es ernst. Wer zu zart besaitet ist, sollte nicht weiterlesen.

Letzte Chance ….

 

Session 2: Suizid – Twittern aus der Klappsmühle, nach dem Selbstmordversuch

Wir sind in Gedanken immer bei dir

Der Raum füllte sich sehr schnell und es gab sogar Kuchen. Eine Teilnehmerin hatte selbst gebacken. Dann begann Uwe zu erzählen:

„Ich warne Euch gleich, es geht unter die Haut und es wird die Wahrheit erzählt. So ist es mit passiert“

Am Anfang des Jahres hatte er einen Nervenzusammenbruch in der Firma. Danach war er fix und fertig. Trotzdem ging er weiter zur Arbeit und es wurde schlimmer, seine Gedanken wurde immer düsterer. So kam eines zum anderen und nach einer Situation entschloß er sich zu der Kurzschlusshandlung – Selbstmord.

Er wollte sich mit Tabletten betäuben und dann die Pulsadern aufschneiden. Währenddessen merkte er, dass er keinen Abschiedsbrief an seine Familie hinterlassen hatte und so fing ein Chat auf dem Handy mit seiner Frau an.

Das muss sehr schrecklich gewesen sein, aber irgendwie war er zu benommen, denn die Tabletten zeigte Ihre Wirkung. Die Schnitte verfehlten die Adern und Venen und er wurde bewusstlos. In der Zwischenzeit fuhr seine Frau in die Firma, denn dort musste er ja irgendwo sein. Sie informierte den Vorgesetzten, die Kollegen und den Sicherheitsdienst.

Er wurde rechtzeitig gefunden und anschließend eingeliefert – unter Polizeischutz (Anmerkung von Uwe: wenn er nicht freiwillig mitgegangen wäre), das sei so üblich. aber er ging von sich aus freiwillig mit (ohne Polizeibegleitung). Daran konnte er sich aber nicht daran erinnern, wie er hingekommen war. Er ist am nächsten Tag in der Klinik aufgewacht.

Nicht nur mir, sondern auch ein paar anderen Teilnehmern und Zuhörern lief eine Träne über die Wange, weil er es so ergreifend erzählt. Alles die reine Wahrheit, nichts als die nackte Wahrheit. Wir durften Fragen stellen und er beantwortete sie ganz sachlich.

Abschließend warnte er uns nur, dass es jeden treffen könnte und man sich vorher Hilfe holen sollte. Der anwesende Notfall-Sanitär bestätigte, dass viele Selbstmordversuche scheitern, weil es nicht richtig durchdachte wurde. Wenn man mehr Vorbereitungszeit einräumt, schafften es die Kandidaten auch. Wir wollen es aber nicht hoffen – holt Euch vorher Hilfe und sprecht eine Vertrauensperson an.

Viele positive Gedanken und ein langes Leben

Frank

P.S.: wenn Ihr ml Sorgen oder Nöte habt, auch solche Gedanken verspürt – meldet Euch bitte bei einer Vertrauensperson. Es ist eine anerkannte Krankheit und es kann jedem geholfen werden

Twitter von Uwe

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