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Liebe Leser, Liebe Sarah Kuttner

am Mittwoch war die Lesung von Sarah Kuttner aus Ihrem neuen Buch 180 Grad Meer im Wizemann Areal. Da wollte ich unbedingt hin und es mir anhören. Am Tag davor war Sie in Heidelberg und nun reist Sie wieder zurück nach Berlin.

Ich überlege, wo die Lokalität ist, schaue auf Google Maps und dann habe ich spontan entschieden nicht direkt mit dem Auto dort, sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Um die Uhrzeit ist in Stuttgart der Feierabendverkehr und es galt immer noch der Feinstaubalarm.

Selbst bei Sarah war „Feinstaub“ ein Thema und wurde auf der Bühne besprochen.

Aber der Reihe nach. Nach dem Büro ins Auto und ab nach Degerloch zum Park&Ride. Ich glaube der Wachdienst am Eingang kennt mein Auto schon, wenn ich so oft dort parke. Soll ich mir eine Dauerkarte kaufen? Eine Überlegung ist es wert. Kurz überlegt – nein, das lasse ich mal besser.

Am Wizemann Areal angekommen war die Eingangstür noch verschlossen, die Vorbereitungen am Einlass dauern noch an. So mußten wir als die ersten Gäste noch in der Kälte warten. Ich schaue in die Runde und stelle fest, dann 90% Frauen hier waren. Einige waren noch in Begleitung Ihrer Freundinnen und nur vereinzelt waren ein Päärchen (Frau mit Mann) zu erkennen.

Die Tür ging auf und alle strömen hinein, aber die Frauen hatte nicht mit dem Security gerechnet. Die Handtaschen (und zwar alle) werden kontrolliert und die „gefährlichen“ Gegernstände, wie Wasserflaschen und belegte Brötchen werden herausgeholt und dürfen nicht mit hinen. So dauert es etwas länger, mir ging dabei nur ein Lächeln über die Lippen.

An der Bar hole ich mir ein Kaltgetränk, während die Menge sich schon an der Tür zum Saal sammelt und auf den richtigen Einlass wartet. Dort sind genügend Plätze und so kann ich in Ruhe noch austrinken und die Menschen beobachten. Die Eingangstür zum Saal geht auf und alle suchen sich ihre Plätze. Alle wollen in die erste Reihe, wirklich alle? Nein. Mit der Technik, dem Mikrofon und den Lautsprechern hört man überall laut und deutlich.

Nach der kurzen Wartezeit kommt Sarah Kuttner auf die Bühne, lächelt und begrüßt uns:

„Heute habe ich richtig Bock auf lesen“

DSCF1803Sie erzählt uns, dass sie ab der 10. Lesung irgendwie das Buch schon auswendig kennt und keine richtige Lust mehr habe, heute (die 11. Lesung) ist es anders. Sie will wirklich lesen und Spaß haben. Zur EInstimmung erzählt sie uns, dass sie und die Crew in Stuttgart schon für 3 Tage wohnt. Die anderen Veranstaltungen, z. B. Heidelberg wird von Stutgart angefahren. Deshalb das Thema Feinstaub – hier ist ja richtig Feinstaub. Sarah raucht und trägt noch weiter zum Feinstaub bei. Egal.

Sie erzählt noch, dass sie hier in Stuttgart ihre Sorgen mit den Dienstleistern hätte: Taxifahrer, Bedienungen und Hotelangestellten.

„Alles nicht so einfach – das will ich einfach mal sagen!“

So im reden erklärt uns Sarah den Ablauf des Abend:

  1. Erklärung mit Smalltalk und der Frage: wer ist freiwillig hier?
  2. Lesung aus dem Buch – immer wieder Geschichten darum
  3. Fragen aus dem Publikum – traut euch!
  4. Ende des Vortrags und 10 min. Pinkelpause (für Sarah und uns)
  5. Autogrammstunde, signieren, keine (gemeinsame) Fotos oder Selfies

Genau so wird es gemacht. Sie liest aus dem Buch, erzählt für Verständnisfragen immer eine kleine Geschichte drumherum und liest dann weiter. Die Fragen aus dem Publikum beziehen sich auf ihr Leben und ihre erlebten Geschichten im Netz: Ihr Hund, türkische Birnenbrause, Bouillabaisse (Abendessen von Sarah), der Film „Mängelexemplar“,  Stuttgart und Bayern wurde vergessen – keine Lesung in Bayern und Österreich

Vielen Dank für die Geschichten, die Lesung, das Buch und den Abend. Ich kann es nur weiter empfehlen, das solltet Ihr mitmachen.

Bis dahin alles Liebe, weiter so und gute Heimreise

von Frank an Sarah

Links:

Sarah Kuttner: WebseiteFacebookTwittterInstagramWikipedia

Bücher: 180 Grad MeerMängelexemplarWachstumsschmerz

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