Liebe Leser

Dieses Mal kommt die Geschichte zwischen 2 Barcamps.

Freitag – Samstag ist das Barcamp Bonn, Samstag – Sonntag ist das Barcamp München. Ich will auf bei gehen und überlege, wie das am besten zu machen ist. Dazwischen liegen leider auch ca. 560 km Entfernung und eine Nacht.

Nun könnte ich eine Übernachtung in Bonn oder München und anschließend eine Auto- oder Zugfahrt machen oder ….

Mir kam die Idee eine Nachtzugfahrt im Schlafwagen. Leider gibt es dies in Deutschland von der Deutschen Bahn nicht mehr, dafür fahren die Österreicher (ÖBB) von Düsseldorf bis Innsbruck. Cool, dachte ich. Also kurz geschaut und die Möglichkeiten geprüft:

  • Ruhesitz
  • Liegesitz
  • Schlafwagen 6er
  • Schlafenwagen 4er
  • Schlafwagen 3er (nicht gemischt)
  • Schlafwagen 2er
  • Schlafwagen 1er

So entscheide ich mich für die 3er Variante nicht gemischt und ein Bett mit Frühstück.

Am Abend auf dem Bahnhof Bonn ist es etwas gruselig, die Wartezeit zu überbrücken ist nicht so einfach. Alleine ist man nie, aber auf diese Gesellschaft kann ich gerne verzichten. So bin ich froh, dass der Zug kommt. Mein Wagen ist ganz hinten und ich finde den Schaffner, der mich gleich zu meinem Abteil und Bett begleitet. Dort stehen schon 2 Männer, einer trinkt ein Bier aus der Dose, der andere telefoniert mit seinem Smartphone. Das snd meine Mitreisenden für die nächsten Stunden und Schlafgenossen. Okay!

Zum Glück ist der Ältere mit dem Bier schon erfahren und erklärt mir alles:

  1. Frühstück bestellen mit einer Liste
  2. Geschenke anschauen und verstauen
  3. Gepäck verstauen
  4. WC und Dusche inspizieren
  5. Bett kontrollieren
  6. …. (ganz ruhig bleiben)

Wer schon mal so reisen wollte, bitte probiert es aus.

Wir gehen also nach kurzer Zeit in unsere Betten, zum Glück liege ich ganz unten. In der Mitte ist es eine kleine Kletterübung, ganz oben ist es eine Art Alpaufstieg, nichts für mich. Wir machen das Licht aus und die Nachtruhe beginnt. In dem Bett hört man das Rattern der Gleise und das Schaukeln hin und her ist im Bett auch ein komisches Gefühl. Ich wache immer wieder auf und höre das Schnarchen der Mitreisenden und immer wieder schlafe ich ein.

Als ich gegen 6 Uhr wach werden steht der Zug. Ich schließe die Augen und döse etwas weiter. Der Zug steht immer noch. Ich schaue mich um und sehe „Hauptbahnhof Nürnberg“! Leider passt das nicht zum Zeitplan. Nürnberg war irgendwann gegen 3 Uhr. Ich ziehe mich an und schaue nach dem Schaffner. Draußen steht mein Mitreisender und erklärt mir die Situation:

Unser Zug wartet auf einen andere Teil, der aus Hamburg kommt und dort gab es Oberleitungsprobleme. Deshalb steht unser Zug seit ca. 3,5 Stunden und wir warten. So entscheide ich kurzfristig und spontan, dass ich in den Regionalexpress umsteige. Der Schaffner meinte die geplante Abfahrtzeit wird gegen 8 Uhr liegen und ich schaue auf die Uhr: Abfahrt 7:17 Uhr Gleis 12 und ich packe mein bestelltes Frühstück ein. Ich komme über Augsburg nach München.

So kann ich gegen 9:30 Uhr in München sein, pünktlich zum Barcamp München. Die Schaffner und Kontrolleure unterwegs fragen immer warum ich denn hier mitfahre? Ich erkläre, dass die Fahrt immer noch in Nürnberg endet und ich so irgendwie nach München kommen will. Okay.

Endlich in München angekommen schaue ich sofort nach einer Möglichkeit weiter zu kommen. Ich bin lange genug unterwegs.

Welche Erfahrungen habt ihr so? Schreibt doch in die Kommentare

Gute Reise

Frank

 

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